Berufung in das Kuratorium des NABU

Christina Pinsdorf wurde kürzlich in das Kuratorium des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) berufen.

Christina Pinsdorf
© Privat

Der 1899 gegründete NABU ist der älteste Naturschutzverband Deutschlands.

Mit rund 960.000 Mitgliedern und Fördernden vereint er heute eine breite Mitgliederbasis sowie ein bundesweites Netzwerk aus lokalen und regionalen Gruppen. Sein Wirken umfasst den Schutz biologischer Vielfalt und diverser Lebensräume, klima- und landnutzungsbezogene politische Arbeit, Umweltbildung sowie langfristige Naturschutzkooperationen über Deutschland hinaus.

In diesem Kontext fungiert das Kuratorium als wissenschaftlich beratendes Gremium, das die strategische Ausrichtung des NABU durch interdisziplinäre Perspektiven auf zentrale Herausforderungen des Naturschutzes und der Umweltgovernance unterstützt. Es setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die durch ihre berufliche Tätigkeit, ihre Erfahrung oder ihre wissenschaftliche Qualifikation die Ziele des NABU in besonderer Weise befördern können. Mitglieder des Kuratoriums werden für die Dauer von vier Jahren berufen.

Christina Pinsdorf freut sich über die Anerkennung ihrer Forschung auf diesem Gebiet und fühlt sich durch die Berufung geehrt. Mit ihren Schwerpunkten in Naturphilosophie sowie Natur- und Umweltethik möchte sie gerne zur Arbeit des NABU beitragen. Sie beabsichtigt, die konzeptionelle und normative Reflexion in aktuellen Naturschutzdebatten stärken. Besonders interessiert ist sie daran, Diskurse über Mensch-Natur-Verhältnisse, Naturkonzeptionen und deren Bedeutung für die ökologische Krise im Anthropozän, die Zusammenhänge zwischen Moralität und Lebensformen, die Entwicklung von Wildnis sowie die Rolle von KI in nachhaltigkeitsorientierter Forschung und Praxis voranzutreiben.

Neben der namhaften Biologin Christine von Weizsäcker ist Christina Pinsdorf aktuell die zweite Frau, die in das NABU Kuratorium berufen wird.

Wird geladen