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Nationale Ethikräte

  • Fuchs_EthikraeteAutor:
    Michael Fuchs

 

  • Titel:
    Nationale Ethikräte. Hintergründe, Funktionen und Arbeitsweisen im Vergleich

 

 

  • Kurzbeschreibung:
    Die Biowissenschaften haben sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant entwickelt und der Medizin und Biotechnologie neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet, die eine differenzierte ethische und rechtliche Bewertung erfordern.

    Vor diesem Hintergrund sind seit Beginn der 1980er-Jahre weltweit viele nationale Ethikräte, Ethikkommissionen oder Ethikkomitees geschaffen worden, die Legislative und/oder Exekutive beraten und die die Öffentlichkeit in den gesellschaftlichen Diskurs einbeziehen sollen. In Deutschland wurde mit der Schaffung des Nationalen Ethikrates im Jahr 2001 eine Entwicklung nachvollzogen, die sich in Europa 20 Jahre zuvor abzuzeichnen begann. Dr. Michael Fuchs, Geschäftsführer des Instituts für Wissenschaft und Ethik IWE in Bonn hat diese Entwicklungen im Auftrag des Ethikrates untersucht und die Ergebnisse in der nun vorliegenden Publikation Nationale Ethikräte. Hintergründe, Funktionen und Arbeitsweisen im Vergleich zusammengetragen. Der Autor beschreibt nationale Ethikräte in den Ländern Europas, Nord- und Lateinamerikas, Afrikas, Asiens und Australiens. Die Hintergründe ihrer Entstehung sind dabei ebenso von Interesse wie Auftrag, Struktur, Größe und Zusammensetzung, institutionelle Anbindung, Arbeitsweise und Arbeitsprogramm sowie Beteiligung der Öffentlichkeit.

    In einem separaten Abschnitt arbeitet der Autor Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Besonderheiten der verschiedenen nationalen Ethikräte querschnittartig heraus. Da es sich bei den drängenden ethischen Fragen neuer Entwicklungen auf dem Gebiet der Biowissenschaften keineswegs um rein nationale Probleme handelt, die sich zudem allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gemeinsam stellen, können supra- und internationale Reaktionen nicht mehr verschoben werden. Die Diskussion um die Forschungspolitik der Europäischen Kommission ist ein gutes Beispiel für die Dringlichkeit gemeinsamer Regelungen. Ganz in diesem Sinne hat sich der Nationale Ethikrat in den vergangenen Jahren um eine intensive Kooperation zunächst mit der französischen Kommission CCNE, mittlerweile aber auch mit dem britischen Nuffield Council bemüht und auch in einzelnen Fragen das Gespräch mit dem US-amerikanischen Ethikrat PCBE gesucht.

 

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