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Gentests im Diskurs

  • Thema des Forschungsprojekts:
    Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt „Gentests im Diskurs“ thematisierte die Chancen und Risiken des Einsatzes von prädiktiven Gentests im Arbeits- und Versicherungsbereich. Im Zentrum stand die Frage, ob prädiktive Gentests im Arbeitsbereich als Ergänzung anderer medizinischer Diagnoseverfahren im Rahmen von Bewerbungen, Einstellungs- und Vorsorgeuntersuchungen sowie beim Abschluss von privaten Krankenversicherungen eingesetzt werden dürfen oder ob diese Verwendungszwecke rechtlich ausgeschlossen werden sollten.

 

  • Ziel des Forschungsprojekts:
    Das Ziel des Forschungsprojekts bestand darin, ein Diskurskonzept zu entwickeln, das für Jugendliche geeignet ist und dabei gesellschaftliche Interessenkonflikte und ethische Dilemmata fokussiert. Das Diskurskonzept wurde im Rahmen von 3-tägigen Diskursprojekten an drei Modellschulen erprobt und evaluiert. Die Jugendlichen sollten zu der oben genannten Fragestellung differenziert, sachlich und unvoreingenommen informiert und angeleitet werden, einen inhaltlich gehaltvollen Diskurs zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Problemstellungen selbständig führen zu können. Ergebnis ihres Diskurses ist ein Votum, das Gruppenkonsense und -dissense identifiziert und das argumentativ gestützte Meinungsbild der Gruppe differenziert widerspiegelt.

 

  • Kooperationspartner:
    Für den ethischen, rechtlichen und humangenetischen Informationsinput waren folgende wissenschaftliche Kooperationspartner verantwortlich:

    - Das Institut für Humangenetik der Universität Bonn (Prof. Dr. med. P. Propping, Dr. Verena Steinke, Dr. Stefanie Birnbaum);

    - Das Institut für Wissenschaft und Ethik in Bonn (Prof. Dr. phil., Dr. h.c. L. Honnefelder, Dr. phil. Michael Fuchs, Dr. Christine Kolbe, Dr. Bert Heinrichs);

    - Das Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim (Prof. Dr. jur. J. Taupitz, Clemens Pölzelbauer).

    Die wissenschaftlichen Kooperationspartner sind Experten für prädiktive Gentests im Arbeits- und Versicherungsbereich. Ihre Beiträge bestanden darin, die medizinischen, ethischen und rechtlichen Fragen zu behandeln und schülergerecht aufzuarbeiten (in Text- und Vortragsform). Darüber hinaus standen sie für die Expertengespräche mit den Schülern zur Verfügung.

 

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