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EULABOR

Latin American and European Systems of Ethics Regulation of Biomedical Research: Comparative analysis of their pertinence and application for human subjects protection

 

  • Kurzbeschreibung:
    Im 20. Jahrhundert hat die medizinische Forschung systematische Prozeduren für die Erprobung medizinischer Produkte entwickelt. In diesem Rahmen spielt die Testung von Arzneimitteln an menschlichen Probanden eine zentrale Rolle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Instrumente diskutiert, welche die Sicherheit jener Probanden gewährleistet sollen. Mit der Revision der Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes 1975 in Tokio gilt als eines der wichtigsten Instrumente dieser Art die vorausgehende Begutachtung entsprechender Forschungsstudien durch Ethikkommissionen.

    Seither haben Ethikkommissionen in allen Teilen der Welt diese Aufgabe übernommen. Ungeachtet ihrer langen Wirkungsgeschichte sind indes der nationalrechtliche Hintergrund, die Mitgliedschaft, die institutionelle Verankerung und die Ausbildung der Mitglieder sowie das Verständnis der eigenen Arbeit weltweit sehr unterschiedlich.

    EULABOR (Latin American and European Systems of Ethics Regulation of Biomedical Research: Comparative analysis of their pertinence and application for human subjects protection) ist der erste Forschungsverbund, der eine gemeinsame Reflektion europäischer und lateinamerikanischer Partner über die Arbeit von Ethikkommissionen und die ethischen Aspekte der medizinischen Forschung in Angriff nimmt. Bei dieser Reflektion geht es zum einen um die Frage, wie unter unterschiedlichen sozioökonomischen Bedingungen die Arbeit von Ethikkommissionen effektiv institutionalisierbar ist. Darüber hinaus soll gefragt werden, wie die Arbeit der Ethikkommissionen durch eine öffentliche Debatte bioethischer Fragestellungen vertieft und unterstützt werden kann.

    Am 10. und 11. Oktober 2005 hat in Paris das Auftakttreffen zu dem im 6. Rahmenprogramm der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt stattgefunden. Gastgeber war das französische Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM), das auch die Koordination des Projektes übernommen hat. Beteiligt sind darüber hinaus Bioethikzentren in Spanien, Mexiko, Chile, Argentinien, Brasilien und Uruguay. Deutscher Partner des Konsortiums ist das IWE.


  • Koordinator:
    Eugenia Lamas, Mission Éthique Internationale (INSERM)

 

  • Partner:

    • Argentinien
      Juan Carlos Tealdi, BIO&SUR, University of Buenos Aires
      Susana Vidal, BIO&SUR, University of Buenos Aires
      Ingnacio Maglio, BIO&SUR, University of Buenos Aires
    • Brasilien
      Roland Schramm, Oswaldo Cruz Foundation
      Sergio Rego, Oswaldo Cruz Foundation
    • Chile
      Sergio Zorrilla, University of Santiago
      Marcel Ferrer, University of Santiago
      Adriana Hevia, University of Santiago
      Rodrigo Salinas, University of Santiago
    • Deutschland
      Michael Fuchs, Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn
    • Frankreich
      Eugenia Lamas, INSERM
      Armelle de Bouvet, INSERM
      Pierre Boitte, INSERM
    • Mexiko
      Dafna Feinholz, National Commission of Bioethics
    • Spanien
      Joseph M. Esquirol, EPSON Foundation / Institute of Tecnoethics
      Alex Bota, EPSON Foundation / Institute of Tecnoethics
      Silvia Miguel, EPSON Foundation / Institute of Tecnoethics
    • Uruguay
      Stelle Cerutti, University of the Republic

 

  • Förderung: 
    Europäische Kommission

 

  • Förderungszeitraum: 
    September 2005 - August 2007
     
  • Ansprechpartner:
    Dr. phil. Michael Fuchs
    Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn
    Tel.: +49 (0)228 / 3364-19 20
    Fax: +49 (0)228 / 3364-19 50
    E-Mail: fuchs@iwe.uni-bonn.de
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