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Ethische Probleme einer langfristigen globalen Energieversorgung

  • Kurzbeschreibung:
    Die Energiefrage ist, wegen der sich abzeichnenden Erschöpfung der Öl- und Gasvorkommen und des Problems des Treibhauseffektes, eine Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Die Menschheit steht vor der globalen Herausforderung, langfristig Alternativen zu den bisher fossil dominierten Energiesystemen zu entwickeln. Die derzeit wichtigste und technisch ausgereifte Alternative, die Kernenergie, ist jedoch wegen ihres Risikopotentials und der ungelösten Endlagerungsproblematik in vielen Ländern der industrialisierten Welt gesellschaftspolitisch umstritten.
    Die mit der Umstellung der Energiesysteme verknüpften Folgeprobleme werden weltweit zahlreiche, heute noch schwer abschätzbare Rückwirkungen auf Politik und Gesellschaft haben. Insofern ist die Energiefrage kein rein physikalisch-technisches Problem, das sich allein mit den Mitteln der Ingenieurskunst lösen ließe, sondern auch und vor allem ein gesellschaftspolitisches Problem mit zahlreichen ethischen Implikationen.
    Ziel des Projektes ist es, auf der Basis der naturwissenschaftlich begründeten Voraussetzungen die mit der Energiefrage zusammenhängenden ethischen Probleme herauszuarbeiten und für den philosophischen Diskurs fruchtbar zu machen. Im Mittelpunkt sollen dabei das Problem der Langzeitverantwortung gegenüber zukünftigen Generationen und das der Verteilungsgerechtigkeit im Hinblick auf die Chancen und Risiken der betrachteten Energiesysteme stehen.
    Die verschiedenen energiepolitischen Optionen sollen anhand eines Kriterienkatalogs, bestehend aus Umwelt- und Sozialverträglichkeit, Langfristigkeit, Verteilungsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit auf ihre Zukunftspotentiale hin untersucht werden. Dabei soll insbesondere auch geprüft werden, welchen realistischen Beitrag regenerative Energien in Zukunft zur Energieversorgung der Welt beitragen können.


  • Projektgruppenmitglieder:
    Prof. Dr. phil. Carl Friedrich Gethmann
    Institut für Philosophie der Universität Essen

    Prof. Dr. rer. nat. Klaus Heinloth
    Physikalisches Institut der Universität Bonn

    Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Christian Streffer
    Institut für Wissenschaft und Ethik, Essen

 

  • Mitwirkung:
    Dr. jur. Klaus Rumpff
    Essen

 

  • Bearbeitung:
    Andreas Witt,
    Institut für Wissenschaft und Ethik, Essen
    Tel.: +49 (0)201 / 183-35 65
    Fax: +49 (0)201 / 183-45 61
    E-Mail: andreas.witt@uni-essen.de

 

  • Förderung:
    Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

 

  • Förderungszeitraum:
    August 2001 - Juli 2003

 

  • Publikationen:
    Christian Streffer / Carl Friedrich Gethmann / Klaus Heinloth / Klaus Rumpff / Andreas Witt: Ethische Probleme einer langfristigen globalen Energieversorgung. Berlin, New York 2005.

    Christian Streffer / Andreas Witt: Ethische Probleme einer langfristigen globalen Energieversorgung. In: Jahrbuch für Wissenschaft und Ethik, Bd. 9 (2004), 379-407.
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